Einfachere Regeln für Angehörigenmietverträge

15.09.2012 14:05 von Edgar Emmerich

Das Vermieten an Angehörige wird ab 2012 steuerlich klar geregelt. Vor allem bei Vermietungen innerhalb der Familie setzt der Vermieter zumeist eine Miete an, die unterhalb der Ortsüblichkeit liegt. Wollte er dafür Werbungskosten geltend machen, gab es oft Konflikte mit dem Finanzamt. Seit Anfang 2012 gilt eine 66-Prozent-Grenze zur Marktmiete. Liegt die Angehörigenmiete darüber, gehen die Finanzbehörden von einer Einkunftserzielungsabsicht aus; die Werbungskosten können voll abgezogen werden. Liegt sie unterhalb dieser Prozentmarke, muss der Vermieter sein vergünstigtes Mietverhältnis in einen entgeltlichen sowie einen unentgeltlichen Teil gliedern. Er darf nur für den entgeltlichen Teil Werbungskosten ansetzen.

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